Volksbefragung zur Wehrpflicht

Am Sonntag, dem 20. Jänner 2013 findet eine Volksbefragung über die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht bzw. die Einführung eines Berufsheeres statt. Der Ring Freiheitlicher Jugend hat in dieser Thematik von Anfang an eine klare Position vertreten und stellt den Fortbestand der allgemeinen Wehrpflicht außer Frage.

Für den Obmann Mario Hilzensauer und den Obmann-Stv. Patrick Kurat des RFJ Gössendorf, ist klar: Ja zur Wehrpflicht und zum Zivildienst.

Hilzensauer: „Ohne Wehrpflicht und den Einsatz von Rekruten können die Aufgaben des Bundesheeres kaum erfüllt werden! Allein die Tatsache, dass rund zwei Drittel der eingesetzten Soldaten bei Katastropheneinsätzen der letzten Jahre Grundwehrdiener waren, muss jedem zu erkennen geben, dass es Leistungen, wie beim Jahrhunderthochwasser mit einem Darabos-System nicht gegeben hätte.“ Hilzensauer, der davon überzeugt ist, dass viele Jugendliche diese Ansicht teilen, kritisiert Darabos und die SPÖ: „Es ist unverantwortlich, wegen ein paar Prozentpunkte bei einer Wahl mit der Sicherheit Österreichs zu spielen.“

Kurat schließt sich dem an und warnt vor einem Berufsheer, das auf lange Sicht eine Debatte über einen NATO-Beitritt bedeuten würde: „Die Wehrpflicht abzuschaffen führt Österreich in eine sozialpolitische Sackgasse. Nicht nur die Neutralität Österreichs steht auf dem Spiel, sondern auch die gesellschaftliche Integration, denn auch für Österreicher mit Migrationshintergrund ist der Wehr- und Zivildienst eine einmalige Chance, sich mit den Grundwerten ihrer neuen Heimat vertraut zu machen. Außerdem würde das Berufsheer massive Rekrutierungsschwierigkeiten bereiten wie Deutschland und Schweden bereits berichten und das, obwohl teure Werbekampagnen laufen. Eine Berufsarmee ist also zu klein und zu spezialisiert, um den Katastrophenschutz in Österreich flächendeckend zu gewährleisten.“

NAbg. Mario Kunasek, selbst Unteroffizier beim Bundesheer und Mitglied im Landesverteidigungsausschuss, schließt sich dem an: „Bei der aktuellen Diskussion handelt es sich um ein reines Politikum ohne sachlichen Zugang. Dass Minister Darabos in seiner Aufgabe heillos überfordert und schon überfällig für einen Rücktritt ist, liegt ja schon länger auf der Hand!“

Kunasek führt weiter aus: „Es gibt massive Probleme bei der Rekrutierung von Freiwilligen. Erst jetzt hat sich gezeigt, dass bei der Rekrutierung von zwei Pionierkompanien zu je 115 Mann sich zwar 2000 gemeldet haben, allerdings waren davon nur knapp über sechs Prozent (128 Mann) auch einsatzfähig. Gedauert hat das acht Monate – wenn Darabos also eine Freiwilligenmiliz von 9300 Mann rekrutieren will, dauert das auf die gleiche Zeitperiode gerechnet 48 Jahre und er würde, legt man die selbe Brauchbarkeitsquote an, 145.000 Freiwilligenmeldungen brauchen. Und bei aller Liebe: Kein, auch nicht der längst gediente Verteidigungsminister, wird 48 Jahre im Amt sein!“

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